Der frühere Modeschöpfer Blackwell setzte sie zu Beginn des neuen Jahrtausends auf seiner jährlichen Liste der am schlechtesten angezogenen Frauen ganz an die Spitze. Das 1999 mitgeschnittene Live-Video von Cher bietet gleich acht Gelegenheiten, dem zu widersprechen oder zuzustimmen. Denn so oft zieht sich die 1946 geborene Sängerin während ihres anderthalbstündigen Konzerts in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas um, während sie das Programm ihrer Believe-World Tournee vorstellt.
Das Publikum feiert sie jedoch vor allem als Performerin: "We believe in you, Cher!" kommentiert ein Fan-Plakat ihren letzten Welthit "Believe". Der Song aus ihrem gleichnamigen Comeback-Album beendet eine Abfolge von 18 Stücken, die auch das 70er Medley "Half Breed/Gypsies, Tramps & Thieves/Dark Lady" und das dramatische "Just Like Jesse James" enthält. Dazwischen, wie sie selber erzählt, komme Material aus 35 Jahren Showbiz, was jedoch seltsam sei: "Wo ich doch nicht einmal 35 Jahre alt bin!". Dennoch fürchtet man bei jedem Lächeln, das sich von ihren Lippen auszubreiten anschickt, um den Zusammenhalt ihrer mühsam gestalteten Hautstruktur.
Alles andere als steif gestaltet sich hingegen die Dramaturgie des Abends, die Live In Concert überraschend gut einfängt. Tanz-Intermezzi wechseln ab mit Filmeinspielungen und Solo-Einlagen einer hervorragenden Band. Diese begleitet Cher durch ein Programm, das sich auf ihre letzten beiden Comebacks jeweils Ende der Achtiger und Neunziger konzentriert: Perioden ihrer langen Karriere, die nirgendwo besser eingefangen sind als auf diesem Konzertfilm. --Dietmar Schwenger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Das Publikum feiert sie jedoch vor allem als Performerin: "We believe in you, Cher!" kommentiert ein Fan-Plakat ihren letzten Welthit "Believe". Der Song aus ihrem gleichnamigen Comeback-Album beendet eine Abfolge von 18 Stücken, die auch das 70er Medley "Half Breed/Gypsies, Tramps & Thieves/Dark Lady" und das dramatische "Just Like Jesse James" enthält. Dazwischen, wie sie selber erzählt, komme Material aus 35 Jahren Showbiz, was jedoch seltsam sei: "Wo ich doch nicht einmal 35 Jahre alt bin!". Dennoch fürchtet man bei jedem Lächeln, das sich von ihren Lippen auszubreiten anschickt, um den Zusammenhalt ihrer mühsam gestalteten Hautstruktur.
Alles andere als steif gestaltet sich hingegen die Dramaturgie des Abends, die Live In Concert überraschend gut einfängt. Tanz-Intermezzi wechseln ab mit Filmeinspielungen und Solo-Einlagen einer hervorragenden Band. Diese begleitet Cher durch ein Programm, das sich auf ihre letzten beiden Comebacks jeweils Ende der Achtiger und Neunziger konzentriert: Perioden ihrer langen Karriere, die nirgendwo besser eingefangen sind als auf diesem Konzertfilm. --Dietmar Schwenger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.





